Kurz gesagt
- Erst den Bedarf je Tag klären, dann Abwesenheiten eintragen, dann Schichten verteilen – nicht umgekehrt.
- Arbeitszeitgesetz im Blick: höchstens 10 Stunden am Tag, 11 Stunden Ruhezeit, Pausen ab 6 Stunden. Im Straßentransport im Schnitt höchstens 48 Stunden pro Woche.
- Mit Automatisch planen verteilt Mileon Fahrer und Fahrzeuge in einem Durchgang – nach Bedarf, Stunden, Ruhezeit, Fahrzeugwunsch, Fahrzeugklasse und Führerschein.
In 6 Schritten zum Dienstplan
- Bedarf je Tag festlegen. Wie viele Touren fahrt ihr an welchem Wochentag – und welche Tourarten (früh, spät, lang, kurz)? Ohne diese Zahl wird jeder Plan zum Ratespiel.
- Abwesenheiten zuerst eintragen. Urlaub, Krankheit, Schule, freie Wunschtage. Erst danach siehst du, wer überhaupt verfügbar ist.
- Feste Fahrer und Vorlieben berücksichtigen. Wer fährt immer die gleiche Tour, wer nur vormittags, wer hat welchen Führerschein?
- Schichten verteilen. Tag für Tag, bis der Bedarf gedeckt ist. Lücken sofort markieren statt sie „irgendwie“ zu füllen.
- Regeln prüfen. Stunden pro Woche, Ruhezeiten zwischen den Schichten, Vertragsstunden je Fahrer (siehe unten).
- Veröffentlichen und Änderungen nachziehen. Plan rechtzeitig aushängen oder verschicken; jede Änderung sofort im Plan nachtragen, nicht nur per Zuruf.
Regeln aus dem Arbeitszeitgesetz
| Regel | Was gilt |
|---|---|
| Arbeitszeit pro Tag | 8 Stunden, bis 10 Stunden, wenn im Schnitt 8 Stunden eingehalten werden (§ 3 ArbZG) |
| Pausen | 30 Minuten bei mehr als 6 Stunden, 45 Minuten bei mehr als 9 Stunden (§ 4 ArbZG) |
| Ruhezeit | 11 Stunden am Stück zwischen zwei Schichten (§ 5 ArbZG) |
| Woche im Straßentransport | höchstens 48 Stunden, bis 60 Stunden, wenn im Schnitt von 4 Monaten oder 16 Wochen 48 Stunden nicht überschritten werden (§ 21a ArbZG) |
| Aufzeichnung | Im Straßentransport ist die Arbeitszeit aufzuzeichnen und mindestens 2 Jahre aufzubewahren (§ 21a Abs. 7 ArbZG) |
Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gelten zusätzlich die EU-Lenk- und Ruhezeiten (Verordnung (EG) Nr. 561/2006), etwa 45 Minuten Pause nach 4,5 Stunden Lenkzeit. Abweichungen durch Tarifvertrag sind möglich – im Zweifel beim Verband oder einer Fachanwältin nachfragen.
Automatisch planen mit Mileon
Die Schritte oben sind viel Handarbeit – vor allem, wenn auch die Fahrzeuge eingeteilt werden. In Mileon trägst du den Bedarf je Tour ein und klickst auf Automatisch planen. Mileon verteilt Fahrer und Fahrzeuge in einem Durchgang und prüft dabei alles, was du sonst von Hand abgleichst.
- Bedarf je Tour und Tag – auch mit Forecast und Startwellen
- Urlaub, Krankheit und andere Abwesenheiten
- Wochenstunden und Arbeitstage laut Vertrag
- 11 Stunden Ruhezeit, höchstens 10 Stunden am Tag, keine Überschneidungen
- Wunschtouren der Fahrer zuerst
- Faire Verteilung von Tagen und Stunden im Team
- Fahrzeugwunsch: Stammfahrzeug, dann Ersatzfahrzeuge des Fahrers
- Passende Fahrzeugklasse je Tour – bevorzugt, passt oder nur als Ersatz
- Führerschein des Fahrers passend zur Fahrzeugklasse
- Aufbau, wenn die Tour ihn verlangt – z. B. Kühlung
- Werkstatt-Termine und Rückgabedaten
- Ersatzfahrzeuge bleiben für die Touren frei, die sie brauchen
Du behältst die Kontrolle. Bereits geplante Einsätze überschreibt Mileon nie. Bleibt ein Platz offen, steht dabei, warum – etwa „Ruhezeit“ oder „Wochenstunden erreicht“. Einzelne Zellen änderst du per Kürzel, und der fertige Wochenplan geht als PDF oder Excel an die Fahrer.
Live-Demo ansehenAb wann sich ein Planungstool lohnt
Mit wenigen Fahrern an einem Standort klappt die Planung auf Papier oder in einer Tabelle. Aufwendig wird es, wenn
- mehrere Stationen sich Fahrer oder Fahrzeuge teilen,
- der Bedarf täglich schwankt (Forecast, Wellen, Sonderfahrten),
- mehrere Disponenten gleichzeitig am Plan arbeiten,
- Urlaub, Krankheit und Tourennachweis aus dem Plan in die Lohnabrechnung sollen,
- Fahrzeuge, Tankkarten und Scanner mit eingeteilt werden müssen.
Dann kostet das Pflegen des Plans mehr Zeit als die Planung selbst – und Fehler fallen erst auf, wenn eine Tour unbesetzt ist.
Checkliste
- Bedarf je Wochentag und Tourart festgelegt
- Abwesenheiten vor der Planung eingetragen
- Führerscheinklassen und Vorlieben je Fahrer bekannt
- Ruhezeit von 11 Stunden zwischen Spät- und Frühschicht geprüft
- Wochenstunden mit Vertragsstunden abgeglichen
- Plan rechtzeitig veröffentlicht, Änderungen nachgetragen
Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Stand: 01.11.2026.